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Die Vermeidung und die Abwehr von Angriffen auf die seelische oder körperliche Unversehrtheit eines Menschen – das ist die Definiton von Selbstverteidigung.

Die Nichtbeachtung, unbedachte Äußerungen, das Einnehmen von Gemeinschaftsraum usw. ist nur der Anfang. Beleidigungen, Mobbing und Körperverletzung bis hin zu schwersten Gewaltverbrechen sind keine Seltenheit mehr. Dabei ist immer die Ausübung von Macht das Ziel des Täters. Die weit überwiegende Anzahl solcher Angriffe wird nicht von Fremden, sondern von Bekannten (z.B. Schulkameraden, Verwandte, Ehepartner usw.) verübt. Bei der Verteidigung gegen nicht-körperliche Angriffe spricht man heute auch von Selbstbehauptung.

Heutige Selbstverteidigungssysteme werden bzw. wurden aus Gründen der Effektivität entwickelt. Von traditionellen Kampfkünsten grenzen sich diese Systeme ganz klar ab. Es fehlen gänzlich künstlerische und spirituelle Aspekte. Es geht ausschließlich darum, möglichst schnell grundlegende Fähigkeiten zu erlernen und zu beherrschen – sich selbst zu verteidigen.

Auseinandersetzung beginnen in den meisten Fällen auf verbale Art. Der Wille, diese Konflikte auch auf die gleiche Art zu lösen muss immer im Vordergrund stehen. Das Vermeiden einer physischen Auseinandersetzung hat oberste Priorität. Sollte es dennoch zu einem handgreiflichen Konflikt kommen, baut die moderne Selbstverteidigung auf folgenden Grundsätzen auf:

1. Grundsatz:
Umkehrung der Machtverhältnisse! So schnell wie möglich!

2. Grundsatz:
Schnell reagieren! Die Zeit arbeitet gegen das Opfer – das Verbrechen eskaliert mit der Zeit!

3. Grundsatz:
Benehmen Sie sich unzivilisiert! Wenn Sie sich in Gefahr befinden, müssen sie sich so verhalten, wie Sie sich nie zuvor verhalten haben: Benützen Sie ihre Stimme! Vergessen Sie in solchen Situationen die anglernten Verhaltensklischees, z.B.: Dass man die Gefühle anderer nicht verletzt oder dass man nicht grob sein soll! Unterdrücken Sie bei Gefahr die Scham! Frauen müssen lernen, sich nicht zu schämen! Unterlassen Sie es, jedem zu vertrauen! Greift man Sie an, dann spielen Sie nicht das „nette Kindchen“.

4. Grundsatz:
Lernen Sie, sich selbst zu respektieren!

5. Grundsatz:
Lernen Sie, ihrem besten Warnsystem zu vertrauen: Ihren Instinkten!

6. Grundsatz:
Reagieren Sie! Nicht nachdenken oder die Situation analysieren. Unterlassen Sie es, den Psychologen zu spielen oder den Täter zu analysieren: 70% der Täter wiederholen ihr Verbrechen.

7. Grundsatz:
Spielen Sie nie das Spiel des Täters! Wenn Sie sich mit der Rolle des Opfers abfinden, tun Sie genau das, was er will. Soweit dürfen Sie es nie kommen lassen!

8. Grundsatz:
Strategien, die einen Erfolg versprechen sind Kombinationen von: Schreien + (versuchen zu) fliehen + physischer Widerstand. Bei einer Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit bzw. außerhalb eines Wettkampfes gibt es keine Regeln und keinen Kampfrichter. In der modernen Selbstverteidigung wird vom akuten Ernstfall ausgegangen bzw. einer lebensbedrohlichen Situation. Um das eigene Leben zu retten, sind alle Mittel und Wege erlaubt.

Zitat:
„..sich der Wirksamkeit der beiden Schwerter bewusst zu werden? (……)…denn wahr ist, dass man alle Waffen, die man besitzt, gebrauchen sollte, statt sein Leben wegzuwerfen. Zu sterben, mit einer unbenutzten Waffe in seinem Gürtel, das wäre bedauerlich.“ (Musashi Miyamoto, japanischer Samurai um 1600 n.Chr.)

Alexander Simon

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